Welches Moutainbike ist für Kids sinnvoll !?

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Bequemer Sattel. Nicht zu breit.

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Klemme für Sattelstütze, um den Sattel in schwierigem Geländer unterzustellen.

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Flaschenhalter.

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Scheibenbremsen. Altenativ V-Brakes.

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Abfallendes Oberrohr verhindert Verletzungen.

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Breite Reifen mit groben Profil.

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Kettenschaltung 9-30 Gänge.

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DAS WICHTIGSTE! Geringes Gewicht.

Richtige Grösse (Rahmen und Reifen):

Das ist ein individueller Faktor, hauptsächlich abhängig von der Körpergröße und Schrittlänge, weniger rein vom Alter.  Grob betrachtet starten Kinder zwischen 6 – 7 Jahren mit einem 20 oder 24 Zoll Rad. Gängige Radgrößen (Reifen) sind 20″, 24″, 26″. Wobei 18″ und 22″ Zwischengrößen sind mit eingeschränkter Modellvielfalt. Trotz gleicher Radgrößen fallen die Rahmen unterschiedlich groß aus. So gibt es bei einigen Anbietern auch zwei Rahmengrößen (S,L) pro Reifengröße.

Zu beachten gilt dass das Oberrohr zum Sattel hin stark abfällt. Das heißt wenn das Kind über dem Oberrohr (direkt mit dem Po am Sattel) zwischen den Beinen steht, sollte es im Schritt zu KEINER „Kollision“ mit dem Oberrohr kommen!!!!! Hier geben einige Hersteller die Schrittweite an ab der das Bike passt.

Grundsätzlich gilt, ein Rad mit großen Reifen rollt im Gelände leichter über Hindernisse, aber schwieriger um die Kurve. Ein zu großes Rad macht den Kindern keinen Spaß. Auch ein Kind sollte wie ein Erwachsener auf dem Bike sitzen – Sattel ungefähr auf Lenkerhöhe – bei Erwachsene sogar meist etwas darüber.

Empfehlung: Selbst schlau machen (Händler wollen Verkaufen was sie haben), dann vor Ort beraten lassen und wichtig die Probefahrt!!! – Oder bei den Bike-Kids umschauen – da fahren auch viele Modelle rum – Wer nett fragt darf bestimmt mal Probe fahren.

Mehr Details auch in diesem Artikel – Kinderfahrradfinder – Die richte Größe beim Kinderfahrrad

Gewicht des Fahrrads:

Ein Gewicht unter 10 Kg wäre schön für ein Kind mit 25- 30 kg Körpergewicht. Den Traum können sich die meisten nicht leisten oder wird nur vom technisch versierten Papa realisiert. Real betrachtet sind bei den gängigen Marken (Canyon Young Heros, Centurion R’Bock, Cube Kid, Ghost Kato/Lector, Pakka Bikes, Orbea MX, Scott Scale/Contessa Junior, Stevens Beat/Tream, etc.) welche Kinder MTB´s anbieten, ein Gewicht von 11 bis zu 14 kg, bei einer Preisklasse von € 300- €500.- zu erwarten.

Leichter (<10kg) geht’s weiter bei KuBikes, Pyro (ehem. Kania), VPace Max, … – Geringes Gewicht ist beim Verhältnis zum Körpergewicht der Kids nicht zu verachten.

Schaltung / Gänge:

Um im Gelände (Auf und Ab) vernünftig voran zu kommen ist nicht die Anzahl der Gänge 10/11/12 … 27/30 entscheidend, sondern der Unterschied zwischen kleinstem Gang und größtem Gang – die Bandbreite.

Im sportlichen Bereich haben sich inzwischen Einfach-Schaltungen (1×11, 1×12) mit 1 Kettenblatt an der Kurbel durchgesetzt, ebenso bei vielen Kidsbikes (Canyon, Ghost, KuBikes, Pyro, VPace, …). Meist haben die Kinder dabei mehr Probleme Berge mit zu dickem Gang hoch zufahren, als in der Ebene die Geschwindigkeit zu erreichen, also für bessere Bergfähigkeiten vorne weniger Zähne am Kettenblatt, hinten mehr Zähne auf dem größten Ritzel. (Beispiel Ritzelrechner: 20″: Vorne 30Z/Hinten: 11-34Z / 24″: Vorne 30Z/Hinten: 10-42Z).

Viele Fahrräder haben noch 3-fach Schaltungen. Gerade die kleinen Kids haben allerdings Probleme mit der Bedienung (Kraft und Logik) des Umwerfers (Schaltung an der Kurbel) und aus Erfahrung bringt das große Kettenblatt vorne viel zu schwere Gänge mit sich. Daher unser Tip: Den vorderen Umwerfer so einstellen das nicht mehr auf das große Kettenblatt geschaltet werden kann. Das Kettenblatt dient dann nur noch als Bashguard! 🙂

Und vor allem keine Rücktrittbremse.

Ist eine Federung sinnvoll:

Die Antwort. Jein! Federelement machen das Rad schwerer und funktionieren nur ab einen mindest Gewicht. Empfehlung: Bei 20″ ehr zugunsten eines leichten Rades auf Federung verzichten, ab 24″ darauf achten, dass die Federung für leichte Fahrer ausgelegt ist, d.h. sensibel genug sind um wirklich SINNVOLL zu funktionieren. Ein Modell mit Starrgabel ist zur Übung und zum Erlernen  der Gelände – Fahrtechnik nicht zu verachten. An der Stelle kann auch ein breiterer Reifen mit niedrigen Luftdruck einiges an Komfort und Traktion bringen.

Der Reifendruck:

Der Luftdruck im Reifen hängt grundsätzlich vom Gewicht des Kindes (inkl. Bike) und von Reifen (Breite/Art) ab. Als Grundregel sollte der Luftdruck dem Gelände – Untergrund und den Gegebenheiten Trockenheit, Schlamm, Schnee, etc. angepasst werden. Gängige Reifengrössen für Kinderbikes sind 1,9 / 2,0 /  2,1 / tw. 2,2. In Abhängigkeit der Reifenbreiten kann der Luftdruck durch die Luftmenge sehr gut variiert werden. Das hilft nicht nur der Traktion, sondern auch das die „Schläge“ durch die Unebenheiten nicht direkt auf das Kind weiter gegeben werden! Wir empfehlen einen Luftdruck von 1,5 bis 2,0 bar. Springer (Hüpf – Fraktion) aufgepasst, dort muss der Luftdruck im Reifen höher sein, ansonsten ist der Snakebite vorprogrammiert!

Infos und Wo kaufen?

Am besten mal die Trainer fragen.